Stadtpolitiker unterschätzen Wirksamkeit von Titandioxid zur Luftreinhaltung

Oder kommt der Antrag mal wieder nur von der „falschen“ Fraktion? AfD fordert jedenfalls vergeblich den Einsatz innovativer Umwelttechnologie.

Dr. Klaus-Dieter Lork

Wiesbaden (14. Juni 2017). In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Sauberkeit stellte die AfD Rathausfraktion in einem innovativen Antrag die Möglichkeit vor, die Stickoxidwerte in der Stadt durch den Einsatz von Titandioxid zu senken und damit die Luftqualität zu verbessern.

Da die Landeshauptstadt mit hohen Stickoxidwerten kämpft, forderte der umweltpolitische Sprecher der AfD Rathausfraktion, Dr. Klaus-Dieter Lork, die Prüfung der Verwendbarkeit von Titandioxid in Wiesbaden und präsentierte gleich drei geeignete Produkte.

Er stellte „Prosolve370E“ des Unternehmens „Elegant Embellishments“ und „AirClean“-Pflastersteine der Firma „FCN“ vor. Außerdem verwies er auf die Möglichkeit der Produktion von Dachziegeln mit Nanobeschichtung bestehend aus Titandioxid durch Wiesbadener Betriebe, um so die lokale Wirtschaft zu stärken.

Lork: „Einige deutsche Städte nutzen bereits Produkte mit Titandioxid, um die Stickoxidkonzentrationen zu mindern. In Hessen verbessern Frankfurt und Fulda dadurch ihre Luftqualität. Fulda verbaut zum Beispiel „AirClean“-Pflastersteine und hat dieses Produkt auch konsequenter Weise im Luftreinhalteplan integriert.“

Prosolve 370E mit Titandioxid

Der Diplom-Chemiker Lork verweist darauf, dass es bereits eine Reihe von Studien gibt, welche die Wirksamkeit von Titandioxid im Rahmen der photokatalytischen Reaktion beweisen. Außerdem beschäftigen sich namenhafte Wissenschaftseinrichtungen wie beispielsweise das Fraunhofer-Institut seit einigen Jahren ernsthaft mit dem Thema. Es liegen auch Studien vor, die zu positiven Ergebnissen kommen.

Umweltdezernent Andreas Kowol (GRÜNE) und Frau Dr. Christiane Döll vom Umweltamt nahmen in einer vierseitigen Präsentation Stellung. Sie sahen den Einsatz von Titandioxid eher kritisch. Herr Kowol versprach aber am Ende „Wir bleiben an dem Thema dran.“

Dr. Lork versteht diese Zurückhaltung nicht „Titandioxid ist eine wirksame Möglichkeit, Stickoxide in der Luft zu neutralisieren. Deshalb setzen neben einigen Gemeinden in Deutschland auch bereits Städte außerhalb Deutschlands auf diese Umwelttechnologie. Zum Beispiel Mexiko City. Schade, dass die Landeshauptstadt bei dieser Entwicklung nicht vorangeht.“

Da der Antrag der AfD Rathausfraktion am Ende durch den Einsatz des Geschäftsordnungsantrags „Durch Aussprache für erledigt erklärt“ seitens der anderen Fraktionen nicht einmal zur Abstimmung gelangte, bleibt bei Dr. Lork zum wiederholten Male der Eindruck, dass ein guter Antrag keine Zustimmung erfuhr, weil er von der „falschen“ Fraktion kam.

(Pressemitteilung AfD-Rathausfraktion Wiesbaden Nr. 10 / 2017)


Link zum Antrag der AfD Rathausfraktion. weiterlesen…

 

 

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