„Türkische Hochzeit“ – Rechtsfreie Räume in Wiesbaden?

TEIL 1: NÜCÜ RÜSBÜRG IN WÜSBÜDEN?
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Roter Sportwagen

Fortgesetzes Hupen und exzessives Hochfahren der Automotoren in Anwesenheit der Stadtpolizei

Wiesbaden (2. Dezember 2016, 15:51 Uhr). Direkt neben dem von sehr vielen Menschen besuchten Weihnachtsmarkt. Unmittelbar hinter dem Rathaus der Landeshauptstadt. Marktstraße Ecke De-Laspée-Strasse. Eine sogenannte „Türkische Hochzeit“ demonstriert ihren Machtanspruch gegenüber den deutschen Ordnungshütern. Es gelten die Gesetze der „Türkischen Hochzeit“.

Die Teilnehmer der „Türkischen Hochzeit“ fuhren wohl fast eine halbe Stunde lang auf der Wilhelmstrasse laut hupend auf und ab, blockierten zeitweise die Fahrbahn und bedrohten vor dem IHK-Gebäude Zeugen, die es wagten Fotos von den Rechtsverstößen zu machen, mit dem Tode. Darüber berichtet der Wiesbadener Kurier in seinem Artikel (siehe Link ganz unten).

Die Ereignisse in den drei Videos setzen vor dieser Eskalation ein, als die Hochzeitsgesellschaft in ihre Autos steigt und die Verkehrsverstöße, die sich so dramatisch steigern sollten, gerade erst beginnen.

 Zwei Stadtpolizisten erscheinen und versuchen die Hochzeitsgesellschaft in Einklang mit den deutschen Gesetzen zu bringen. Sehr schwierig. Das Eintreffen der Ordnungskräfte und der Versuch, die polizeiliche Kontrolle über die Situation zu übernehmen, werden mit Hupkonzert und exzessiven Hochfahren der Fahrzeugmotoren „gebührend gefeiert“.

Selbst als ein Stadtpolizist direkt zu dem roten Sportwagen geht und mit dem Fahrer spricht, wird weiter provoziert.

Erst als ein anscheinend führendes Mitglied der Hochzeitsgesellschaft anfängt, mit einem der beiden Stadtpolizisten am roten Sportwagen zu „verhandeln“, entspannt sich die Situation kurzfristig und der rote Sportwagen fährt nun geräuschlos davon.

Es stellt sich jedoch die Frage, was es eigentlich zu verhandeln gibt? Ist den Anweisungen der Stadtpolizisten nicht einfach und direkt Folge zu leisten?

 

TEIL 2: RUDELBILDUNG
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Gruppe

Ein paar Sekunden vor der Rudelbildung

Wiesbaden (2. Dezember 2016, 15:53 Uhr). Das führende Mitglied der „Türkischen Hochzeitsgesellschaft“ verhandelt weiter mit den Stadtpolizisten, anstatt den Anweisungen sofort Folge zu leisten. Die Anordnungen der Stadtpolizei sind für einige Mitglieder der „Türkischen Hochzeitsgesellschaft zudem anscheinend nur schwer zu ertragen.

Die Situation eskaliert. Es sind erregte Stimmen zu vernehmen. Finger werden in Richtung der Stadtpolizisten gehoben. Innerhalb von Sekunden mischen sich viele weitere Hochzeitsteilnehmer ein. Die beiden Stadtpolizisten sind eingekesselt. Rudelbildung. Das Hupen setzt wieder ein. Die Situation ist kurz vor dem Kippen.

Dann gibt das führende Mitglied der „Türkischen Hochzeitsgesellschaft“ mit Gesten das Zeichen zur Abfahrt der Kolonne. Die Fahrer gehorchen sofort. Die Lage entspannt sich deutlich.

Das Auftreten der beiden Stadtpolizisten ist die ganze Zeit über sehr zurückhaltend. Angesichts der teilweise aggressiven Übermacht, denen sie zu zweit gegenüberstehen, ist ein anderes Verhalten wohl auch gar nicht möglich.

 

TEIL 3: WIR HUPEN WANN UND WO WIR WOLLEN!
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Schild

Gilt dieses Straßenverkehrsschild auch für „Türkische Hochzeiten“?

Wiesbaden (2. Dezember 2016, 15:53 Uhr). Die Fahrzeugkolonne der „Türkischen Hochzeit“ verlässt unter den Augen der beiden Stadtpolizisten mit demonstrativ lauten und fortgesetzen Hupen die De-Laspée-Strasse. Wie sich wohl in der Nähe befindliche Passanten dabei fühlen?

Zudem eine weitere Provokation der Wiesbadener Ordnungskräfte, die sich zeitgleich immer noch intensiven Diskussionen mit dem führenden Mitglied und weiteren Teilnehmern der „Türkischen Hochzeit“ stellen müssen.

Erneute Frage: Was gibt es da überhaupt zu diskutieren, wenn Stadtpolizisten Bürgern Anweisungen erteilen?

Wenige Minuten später eskaliert dann die Situation vor dem IHK-Gebäude in der Wilhelmstraße auf ein in keinster Art und Weise mehr hinnehmbares Niveau. Siehe Artikel im Wiesbadener Kurier (Link ganz unten).

Die Befahrung der De-Laspée-Strasse ist für „Normalbürger“ übrigens von Montag bis Freitag nur von 6-11 Uhr zum Be- und Entladen erlaubt. Samstag nur von 6-9 Uhr. Ein weiterer Verstoß gegen geltendes Recht.

Die AfD Rathausfraktion Wiesbaden stellt im Zusammenhang mit „Türkischen Hochzeiten“ zunächst drei Fragen. Weitere werden in Kürze folgen.

1. Wird es nennenswerte rechtliche Konsequenzen für die Teilnehmer dieses Ereignisses geben?

2. An wie viele Rechtsverstösse pro Monat durch solche Ereignisse werden sich die Bürger Wiesbadens in Zukunft gewöhnen müssen?

3. Wann wird der erste Bürger oder Stadtpolizist bei solchen Ereignissen in der Landeshauptstadt verletzt werden?

 

02.12.2016

Wiesbadener Kurier

Wiesbaden: Hochzeitsgesellschaft blockiert Straße und verursacht Eklat

WIESBADEN – „So etwas habe ich zuvor noch nicht erlebt“, schildert der junge Mann. „Ich hatte Angst um mein Leben und musste flüchten.“ Geflüchtet ist der Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden am frühen Freitagnachmittag vor dem Gast einer türkischen Hochzeitsgesellschaft. Diese hatte nach seiner Schilderung mit mehreren Autos die Kreuzung Friedrichstraße und Wilhelmstraße blockiert. Die ersten Autos des Konvois seien nicht mehr weiter gefahren, dahinter fahrende Autos seien quer gestellt worden. Das sei minutenlang so gegangen, ungeachtet des Protestes derer, die in dem mutwillig herbeigeführten Stau standen. weiterlesen…

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